Unsere Hunde

Warum haben wir Retriever?

oder: Was wir an unseren Hunden so schätzen

In erster Linie sind alle unsere Hunde Familienhunde (gewesen). Sie leben im Haus, teilen mit uns Wohnzimmer, Büro und Küche – je nach Wohnraumaufteilung auch das Schlafzimmer. Sie begleiten uns in den Pferdestall, auf Ausritten, bei Fahrten mit der Kutsche, in den Urlaub an die Nordsee oder nach Österreich und Italien, bei Stadtbummeln in Klein- wie Großstädten, auf Besuche bei Familie und Freunden und zum Essen in Restaurants.

Der Kofferaum unserer Autos ist ihrer, sie können Bahn und Bus fahren, besuchen regelmäßig Tierparks und pflegen rasseübergreifende Kontakte zu ihren Artgenossen in der offenen Trainingsgruppe der Hundeschule.

Darüber hinaus begleiten sie uns im Beruf in der Tiergestützten (Erlebnis-)Pädagogik und bei der ehrenamtlichen Tätigkeit im Reiterverein. Kurz und gut: Sie teilen unser Leben!!!

„Dass mir mein Hund das Liebste sei, sagst du, oh Mensch, sei Sünde, mein Hund ist mir im Sturme treu, der Mensch nicht mal im Winde.“                Franz von Assisi (1181-1226)

Im Gegenzug ist es uns ein innerstes Bedürfnis, unsere Hunde ihren Anlagen und Bedürfnissen gemäß zu fordern und zu fördern. Wir freuen uns über jeden „apportierten“ Schuh oder Strumpf, nehmen es ihnen nicht übel, wenn wir den einen oder anderen nicht auf Anhieb beim nächsten Verlassen des Hauses finden können, schleppen bereitwillig Dummies und Gummiringe auf die täglichen Spaziergänge und freuen uns jedes Mal, wenn wir einen Dummy „verloren“ haben und sie diesen finden und uns zutragen. Auch das ein oder andere Seminar haben wir zur Verbesserung unserer Dummyarbeit schon gemeinsam besucht…

Regelmäßige Besuche an geeigneten Wasserstellen – vom örtlichen Badesee über das naheliegende Flüsschen bis zur Nordsee – bieten wir unseren Vierbeinern und beklagen uns nicht über nasse Beine bis zu den Knien, wenn sie nach dem Apport bei Fuß sitzen, oder kräftige „Duschen“, wenn sie sich nach dem Ausgeben in unsere Hand in unmittelbarer Nähe schütteln.

Seit BOSSE sind wir uns nicht mal mehr zu schade, mit toten Kaninchen und Enten jagdliche Aufgaben zu trainieren und uns jagdlichen Prüfungen zu unterziehen. Trotz anfänglicher Skepsis gegenüber der Behauptung, die Jagd läge den Hunden im Blute, stellte ich mich der Herausforderung und musste schon beim ersten jagdlichen Training erkennen, wie zutreffend diese Aussage doch ist. Wir genießen es, die jagdliche Passion unserer Hunde auf kleineren Jagden regelmäßig beobachten zu können, und sind stolz darauf, sie trotzdem als zuverlässige Partner bei nichtjagdlichen Ausflügen in Wald, Feld und Flur an unserer Seite zu wissen.

Sich für einen Retriever zu entscheiden heißt nicht, Jäger sein zu müssen oder werden zu wollen, es heißt aber, ihm jagdähnliche Aufgaben zu Land und zu Wasser, z.B. mit sogenannten Dummies, zu stellen und ihm damit die Möglichkeit zu bieten, uns gefallen zu dürfen. Vor allem bedeutet es aber bei angemessener Erziehung, die Familie um einen zuverlässigen, gelassenen und umgänglichen Partner bereichern zu können.

 

 

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