Schulhunde

Pädagogische Mitarbeiter auf vier Pfoten

Sozialtrainer Hundwww.schulhundweb.de

LILLEBROR und MADICKEN begleiten mich regelmäßig seit dem Schuljahr 2006/2007 – MADICKEN seit 2008 – bei meiner Tätigkeit als Realschullehrerin an der Haupt- und Realschule Bad Fallingbostel. In den ersten Jahren vorwiegend im Rahmen meiner Tätigkeit als Klassenlehrerin im Unterricht meiner Klasse, im Schuljahr 2010/11 auch bei einem Nachmittagsprojekt „Hunde bewegen“.

Die Hunde …

… haben für eine Vielzahl der Kinder einen sehr hohen Aufforderungscharakter.

… erwecken das Interesse der Kinder.

… stehen Kindern vorurteilsfrei gegenüber. Sie unterscheiden Kinder nicht nach äußerlichen Merkmalen und/oder schulischen Fähigkeiten.

… sprechen Kinder auf der emotionalen Ebene an.

… lassen das Bedürfnis nach körperlichen Kontakten erwachsen.

… geben mit ihrem Verhalten Rückmeldung über das Verhalten der Kinder ihnen gegenüber.

… motivieren die Schülerinnen und Schüler zu sozialem Verhalten.

Aufgrund des Wunsches, mit dem Hund Umgang zu haben, eine Beziehung zu ihm aufzubauen und für sein Wohlergehen Sorge zu tragen, sind Mädchen und Jungen schnell bereit, sich an Regeln im Umgang mit dem Hund zu halten.

Die Schülerinnen und Schüler …

… sind bereit, die Lernatmosphäre (z.B. Lautstärke) den Bedürfnissen der Hunde anzupassen.

… informieren sich über die Hunde, ihre Gewohnheiten und Besonderheiten und erweitern ihr Wissen.

… teilen ihr Wissen über die Tiere und den Umgang mit ihnen mit Mitschülerinnen und Mitschülern.

… bauen eventuell vorhandene Ängste gegenüber den Tieren ab.

… übernehmen Verantwortung für das Wohlergehen der Hunde.

… respektieren die Tiere und vermeiden Konflikte mit ihnen.

… lassen sich mit den Tieren auf emotionale Beziehungen und Körperkontakte ein.

… bewegen sich mit den Hunden oder lassen sich von den Tieren bewegen (physisch wie psychisch).

… lernen, sich freundlich konsequent durchzusetzen.

… gewinnen Selbstbewusstsein im Umgang mit den Hunden.

Die Ansprüche und Regeln, die im Umgang mit den Hunden gelten, haben im Allgemeinen auch Gültigkeit im zwischenmenschlichen Miteinander. Begriffe wie Respekt, Toleranz, Verantwortung, Empathie, Vertrauen, werden im Umgang mit den Hunden wie selbstverständlich erlebt und gelebt. Diese Erlebnisse und Erfahrungen können und sollen die sozialen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler so weiterentwickeln, dass sie diese mit zunehmender Sicherheit auch im Umgang mit ihren Mitmenschen anzuwenden wissen.

„Wenn der Hund dabei ist, werden die Menschen gleich menschlicher.“ 

Hubert Ries (1902-1972)

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