Ernährung

Gesunde Ernährung

oder: Zurück zur Natur

„Immer mehr Hundehalter schwören darauf ihren Vierbeiner mit rohem Fleisch, Knochen, Innereien, Obst und Gemüse zu ernähren.“ – Auszüge aus einem Erfahrungsbericht von Raphaela Oswald veröffentlicht in Der Hund spezial mit dem Thema Gesunde Ernährung, der mir aus dem Herzen spricht. Auch sie gelangt, in die Ecke gedrängt von der Krankheit ihres Hundes Mark, zu der Bereitschaft, neue Wege zu gehen.

„Nach anfänglicher Skepsis begann ich, im Internet zu recherchieren und je mehr ich las, desto größer wurde meine Begeisterung für diese Art der Fütterung. Also wagte ich den Schritt und stellte die erste Rohfuttermahlzeit für meine Hunde zusammen. Etwas misstrauisch servierte ich ihnen eine Mischung aus püriertem Gemüse, Rehlunge und gewölftem Rindfleisch. […] Von der ersten Mahlzeit blieb nichts übrig, selbst der letzte Krümel wurde mit Begeisterung aus dem Napf geleckt.“

„Doch die größte Prüfung stand mir noch bevor: Jahrelang war mir eingebläut worden, wie gefährlich Hähnchenknochen für Hunde seien, dass sie Speiseröhren durchstoßen, Magenwände aufschlitzen und noch Schlimmeres anrichten könnten. […] Also setzte ich Hähnchenschenkel auf den Speiseplan und stand Todesängste aus, während meine Hunde die Knochen knackten. Zur Sicherheit hatte ich mir bereits die Notfallnummer meines Tierarztes an die Pinnwand geheftet und den Autoschlüssel bereitgelegt. Vollkommen umsonst: Meine Vierbeiner genossen ihr Knochen-Debüt ohne jegliche Probleme.“

„Doch leider tauchten bald andere Schwierigkeiten auf, mit denen ich nicht gerechnet hatte. […] Es kamen Vorurteile wie, Barfen sei gesundheitsschädlich, die Tiere wären unterernährt und außerdem würde der Fleischgeschmack die Hunde zum Wildern anregen.“

„Jeder, der einmal in seinem Leben eine Hundefutterdose gesehen hatte, mutierte zum Ernährungsexperten und wollte mich bekehren.“

„Dennoch war dieser kurzfristige Aufschrei in meinem Umfeld ein geringer Preis für die Fortschritte, die Marks Gesundheit machte.“

„Mittlerweile dauert mein „Barf-Experiment“ bereits über 18 Monate und hat alle Vorurteile Lügen gestraft.“

„Vorallem machte mir das Barfen bewusst, wie wenig Ahnung ich von Hundefutter hatte.“

Seit 2001 „barfen“ wir unsere Hunde. BARF – BiologischArtgerechtesRohesFutter – so die deutsche Langform der Abkürzung…

Mit der Erkrankung von BOSSE haben wir vieles in Frage gestellt – vor allem eben auch unsere bis dahin praktizierte Form der Fütterung. Wir hatten keinesfalls das günstigste Futter an unsere Hunde verfüttert, nein – am Futter wurde auch während meiner Zeit als alleinstehende Studentin nie gespart!!!

Mit BOSSEs Diagnose begab sich die ganze Familie auf die Suche nach Hilfe, wobei meine Schwester bei ihrer Recherche im Internet auf die Idee der Rohfütterung stieß, der wir uns nach kurzer Bedenk(en)-zeit hoffnungsvoll annahmen und seither praktizieren:

Unsere Hunde fressen seit nunmehr 10 Jahren rohes Fleisch, Knochen und Innereien (vom Huhn, Rind und Rehwild) und rohes Gemüse in Form von „Doggieburgern“, in denen wir zusätzlich Kräuter, Obst, Mineralien, Eier und Fette verarbeiten. MADICKEN wird bereits in zweiter Generation gebarft.

Nun muss keiner unserer Welpenkäufer fürchten, von uns zu dieser Form der Ernährung gedrängt zu werden. Um seinen Hund zu barfen und den nach wie vor nicht wenigen Bedenkenträgern gegenübertreten zu können, muss man absolut überzeugter Barfer sein, und das wird man nur aus eigenem Antrieb…

Wir gestehen jedem seine eigene Überzeugung in Sachen Fütterung zu und stehen in jedem Fall mit Rat und Tat zur Seite!!!

 

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